Freunde des Institut français de Stuttgart /
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Die Geschichte des Institut français de Stuttgart

Nach Ende des 2. Weltkriegs wurde 1949 auf Wirken des Generalkonsulats von Frankreich die Eröffnung eines Centre d'Etudes Françaises de Stuttgart beschlossen. Der französischen Regierung war es ein Anliegen, Stuttgart als weitere "Antenne" der französischen Kultur im süddeutschen Raum neben Mannheim und Tübingen zu etablieren. In der Anfangszeit unterhielt man Kooperationen mit Tübingen; Lehrkörper des Centre d'Etudes Françaises de Tübingen unterrichteten abwechselnd in Stuttgart. Bei der Suche nach Räumlichkeiten für das zukünftige Institut Français erwies sich die Diemershaldenstraße durch ihre zentrale Lage als ideales Domizil.


Das Grundstück des heutigen Instituts war Anfang der 30er Jahre in den Besitz des Stuttgarter Schokoladenfabrikanten Dr. Karl Loes übergegangen und letzterer hatte es 1923 / 24 mit jener so prachtvollen Rokkoko-Villa bebaut, die heute samt Gartenanlage unter Denkmalschutz steht.

Der Ankauf des Anwesens durch die französische Regierung für die damals beträchtliche Summe von 500.000 DM vollzog sich im Jahr 1950. Nach langem Ringen wurde am 20. April 1951 schließlich die Eröffnung des Institut Français de Stuttgart unter der Leitung von René Cheval gefeiert.

Das Institut ist als eine Stiftung deutschen Rechts eingerichtet worden. Auch wenn es mehrere Möglichkeiten in Bezug auf die Rechtsform des Instituts gab, so verlieh diese Wahl dem Institut einen großzügigeren und würdigeren Charakter, dessen Aufgabe es ist, nicht vorwiegend lukrativ, sondern der Öffentlichkeit dienlich zu sein. In den Verfassungsbestimmungen des Institut Français heißt es:

Das Institut "hat insbesondere dem Zweck der friedlichen Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen zu dienen, die Verbreitung der französischen Sprache und Geisteskultur in Deutschland zu fördern, französische Forscher und Studenten in ihren Arbeiten über Deutschland zu unterstützen, Beziehungen zwischen französischen und deutschen Universitätsangehörigen, Schriftstellern und Künstlern herzustellen und zu erhalten sowie alles zu tun, was die französisch-deutsche Annäherung festigen kann" (§3 der Verfassung). Mit dem Institut Français de Stuttgart war eine Institution ins Leben gerufen worden, die mittels Sprachunterricht und vielfältiger Medien die Lebenskultur und Wissenschaft Frankreichs vermittelte.

Die Ziele des Instituts haben sich seitdem nicht geändert: Noch immer sind die Sprachkurse, die Mediathek sowie vielfältige Kulturveranstaltungen fester Kern der Arbeit. Letztere haben seit den 80er Jahren jedoch an Bedeutung hinzugewonnen, besonders durch die Entwicklung von Kooperationen im Bereich der Kunst (Künstleraustausch zwischen den Regionen Baden-Württemberg, Rhône-Alpes und Elsass sowie mit der Cité des Arts).

Das Institut Français ist unmittelbar dem Außenministerium unterstellt und verfügt über drei Haupteinnahmequellen: eine jährliche Unterstützung durch das französische Außenministerium, Einnahmen aus den Französischkursen am Institut sowie Spenden von Privatpersonen und institutionellen Partnern, die an die Stiftung direkt oder an den im Jahre 1998 gegründeten Verein gehen.