Freunde des Institut français de Stuttgart /
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Kulturprogramm
Das Kulturprogramm des Institut français kann auf der neuen Website der französischen Kulturinstitute in Deutschland aufgerufen werden.
Am 28.Januar 2006 fand, angeregt durch einen Vortrag von Dr.Peter Hölzle (September 2005 im IfS) über :"Das Phantom an der Donau.Die letzten Tage der Vichyregierung in Sigmaringen", eine Exkursion der Amis de l'Institut nach Sigmaringen unter der Leitung von Barbara Mors-Stammler mit 25 Teilnehmern statt.
Frau Krezdorn, die Tochter des Zeitzeugens Herr Richter, führte kompetent durch die damals von der Regierung Pétain bewohnten Räume und bot viel interessantes Bildmaterial zur Endphase des "Operettenregimes"an.

Der Apotheker Richter berichtete von seiner Begegnung mit Louis-Ferdinand Céline. Zur Abrundung wurde am Nachmittag nach einer pittoresken Fahrt durch das Donautal das Kloster Beuron besichtigt. Der Erfolg der Exkursion war sowohl inhaltlich, als auch für den Kontakt unter den Mitgliedern so überzeugend, dass weitere Exkursionen geplant sind: Fahrt ins Elsass am 5.-7. Mai 2006.

Bericht über die Exkursion nach Sigmaringen am 28. Januar 2006:

Axel Ehrenfels
Die Arbeitsgruppe der "Freunde des Institut francais de Stuttgart e.V.", ließ sich auf ein besonderes Wagnis ein: Sie lud Dr. Peter Hölzle, einen kompetenten Fachmann, zu einem Vortrag zum Thema "Das Phantom an der Donau. Die letzten Tage der Vichy-Regierung in Sigmaringen" am 19. September letzten Jahres in das IFS ein.
Es erübrigt sich zu betonen, welchen Sprengstoff dieses Sujet enthält. Es spricht für die guten deutsch-französischen Beziehungen im IFS selbst, dass dieses Thema gewählt wurde. In seiner lebhaften und kenntnisreichen Art berichtete Peter Hölzle im voll besetzten Saal des Institut francais über die Ereignisse von September 1944 bis Mai 1945 in Sigmaringen. In der anschließenden Diskussion nahmen die Fragen kein Ende.
Angeregt durch das große Interesse an dem geschichtlichen Geschehen zum Kriegsende in Sigmaringen wurde die Idee geboren, der Geschichte der Vichy-Regierung an Ort und Stelle nachzugehen. Spontan den Gedanken aufnehmend organisierte Barbara Mors-Stammler, die Peter Hölzle bereits für das Referat gewonnen hatte, eine Exkursion nach Sigmaringen. So machten sich am 28. Januar 2006 über 20 Teilnehmer auf die Reise. Schon die Fahrt bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein war ein Erlebnis, vorbei am malerischen Schloss Lichtenstein über die schneebedeckten Ebenen der Albhochfläche bis nach Sigmaringen. Die kompetente Führung (Frau Krezdorn) an den Orten und Aufenthalten der Vichy-Regierung war sehr informativ. Manch einen der Teilnehmer berührte es, wenn er vor dem Schreibtisch oder dem Bett von Pétain stand. Man konnte meinen, er sei gegenwärtig, so spannend waren die Erzählungen während der über eine Stunde dauernden Führung. Jeder nahm ungemütliche 10 Grad Kälte und "kalte Füsse" im realen und im übertragenen Sinn in Kauf, man wollte immer noch mehr wissen ...
Nach dem Mittagessen im historischen Gasthof "Traube" fand eine Begegnung mit einem Zeitzeugen statt, Herrn Richter (Vater von Frau Krezdorn). Er hatte Pétain, Céline und Laval selbst erlebt und berichtete aus seiner Erinnerung.
Ein Erlebnis anderer Art war die anschließende Fahrt durch das pittoreske Donautal bis zum Kloster Beuron. Nach der Besichtigung der Klosterkirche und der Gnadenkapelle (Führung durch Pater Mauritius) und der "Beuroner Schule" rundete eine Tasse Kaffee im Café Pelikan die Eindrücke ab, dann begann die Heimfahrt.